
Ein Werkzeug, das SAP-Migrationen beherrschbar macht
Kunde
Arvato Systems
Region
Deutschland
Branche
IT-Dienstleistung für die Energiewirtschaft
Leistungsfeld
Custom Energy Applications
Das Wartungsende von SAP IS-U zwingt Energieversorger zur Umstellung auf SAP S/4HANA Utilities. Der größte Teil des Aufwands steckt dabei nicht in der Technik, sondern im Customizing: tausende Einstellungen, die über viele Tabellen hinweg voneinander abhängen. Was davon muss mit, was kann bleiben – und was bricht, wenn es fehlt?
Warum Customizing der eigentliche Engpass ist
Ein gewachsenes IS-U-System enthält Konfiguration aus zwei Jahrzehnten. Vieles davon wird noch gebraucht, vieles nicht mehr, und kaum jemand kann auf Anhieb sagen, was wovon abhängt. Die Einstellungen liegen verteilt über zahlreiche Tabellen, die sich gegenseitig referenzieren.
In Migrationsprojekten führt das zu einem bekannten Muster: Entweder wird die komplette Altkonfiguration mitgenommen, inklusive aller Altlasten. Oder sie wird von Hand nachgebaut, mit entsprechendem Aufwand und Fehlerrisiko. Beides kostet Monate.
Was wir gebaut haben
Für Arvato Systems haben wir die Customizing Migration Workbench entwickelt. Das Werkzeug liest die Abhängigkeiten direkt aus den SAP-Metadaten, statt sie zu raten: Welche Tabellen hängen an einer Einstellung, welche Einträge werden tatsächlich referenziert, was fehlt im Zielsystem.
Der Ablauf hat vier Schritte. Zuerst wird der fachliche Umfang festgelegt, dann werden Quell- und Zielsystem verglichen, daraus entsteht ein Plan, und erst der freigegebene Plan wird ausgeführt. Unterschiede werden vorher sichtbar – bis hinunter auf einzelne Datensätze und geänderte Datentypen.

Das Werkzeug liest Abhängigkeiten direkt aus den SAP-Metadaten.
Arvato Systems hat das Werkzeug gemeinsam mit uns entwickelt und setzt es als erster Anwendungspartner in Migrationsprojekten ein.
Was sich verändert hat
Statt alles oder nichts zu übernehmen, lässt sich gezielt auswählen, was in das Zielsystem gehört. Abhängigkeiten, die sonst erst im Test auffallen, werden vorab angezeigt. Der Schritt, der vorher Handarbeit und Erfahrung erforderte, ist damit nachvollziehbar und wiederholbar.
Warum wir dieses Projekt zeigen
Wir sind kein SAP-Beratungshaus und übernehmen keine Migrationen. Das Projekt steht hier aus einem anderen Grund: Es zeigt, was wir unter individueller Software verstehen. Dort, wo Standardwerkzeuge an komplexen Datenstrukturen scheitern, bauen wir das Werkzeug, das die Aufgabe lösbar macht.

